Gefecht a.d. Lütauer Bäk - Traditionsverband Lützower Jäger von 1813 Kreis Herzogtum Lauenburg e.V.

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Aus dem Kriegsbericht von Friedrich Ludwig Jahn vom 25. September 1813





1813 führte Jahn das 3. Battailion der Lützower Jäger.Das Battalion lag um den 17.-18. August bei Ausbruch der Feindseligkeiten in Büchen in der Nähe der Stecknitz,von Lauenburg aus waren Kanonendonner und Kleingewehrfeuer zu hören.

Am 19. August ging jedoch Lauenburg verloren und man zog sich in Richtung Gresse zurück, um den Rückzug zu decken.Am 4. September brach das Battalion über Wittenburg ,Zarrentin und Gudow auf. Gegen Mittag, so berichtet Jahn ,begann ein Gefecht:

Die Reiterei war durch Gudow gesprengt und hielt auf den Höhen, wo die Straßen nach dem Wasserkrug und dem Drüsen gehen.Sie deckte die linke Flanke und das Geschütz.Die 5. Kompanie und das Detachment von Reiche umging den Feind an der linken Flanke. 4 Schützenkompanien erhielten den Befehl schnellstens und auf graden Wege nach Mölln vorzurücken.Dies geschah so schnell,daß Sie noch die letzten französischen Tiralleure abschnitten.Die Schüsse der französischen Artillerie gingen über alle Köpfe hinweg.Einbrechend in die franz. Artillerie zogen sich die Franzosen eiligst zurück.Sie verließen selbst die günstigsten Stellungen und zogen sich über den schmalen Paß, zwischen den beiden Seen (Lütauer und Drüsensee), über den Bach hinweg in einen Buchenwald zurück.Die Lützower Tiralleure drangen über den Bach vor ,durch die Hohlwege des Drüsen,bis in das offene Feld vor Mölln.Inzwischen hatte der Feind frische Truppen in Stellung gebracht und versuchte von der Seite des See`s (Lütauer See) wieder in den Drüsen einzudringen, wobei sich hier die heftigsten Gefechte ergaben.Leutnant Fritze rückte mit einer Haubitze vor und trieb den Feind mit bedeutendem Verlust in den Waldsaum am See hinunter.Eine feindliche franz. Kolonne, die auf Lützower Tiralleure des rechten Flügels im Sturmschritt andrang ,von der Staße des Wasserkruges her und unter der Gefahr über Schmilau umgangen zu werden, zogen sich die Lützower langsam zurück.Eine Kompanie deckte abwechselnd die Andere. Man bezog wieder Stellung hinter den Littauer Bach, der Feind wagte es nicht nachzueilen. Die Lützower schlugen das Biwak zwischen Gudow und Drüsen auf, ohne Nachts behelligt zu werden.

Zu beklagen waren nach dem Gefecht: 9 Tote, 6 Vermißte,und 18 Verwundete.

Am folgenden Tage versuche der Feind von Mölln aus die Flanke zu umgehen.Sein Vorhaben wurde durch Mut und Schnelligkeit vereitelt.Während die 5. Kompanie,die Tiroler Jäger und Reichschen Jäger die Franzosen mit Tirailleurfeuer eindeckten,besetzten die 4 Schützenkompanien Gudow im Sturmschritt.Sie stellten sich so auf ,das sie die rechte Flanke des Feindes bedrohten und die Straße nach Zarrentin und Büchen behaupteten. Nach einem 5 stündigen Gefecht trat der Feind den Rückzug nach Mölln an und zog sich in seine Stellungen am rechten Ufer der Stecknitz zurück.

Für seinen Mut im Gefecht bei Mölln wurde Jahn am 18.02.1819 in die Liste der berechtigten Offiziere des 25. Infanterie-Regiments, dem Nachfolger der Lützowschen Infanterie, aufgenommen, die einen Anspruch auf das Eiserne Kreuz in Erbfolge hatten. Da nach Ende der Kampfhandlungen im Jahre 1814 keine weiteren Verleihungen mehr erfolgten, bekam man nur im Rahmen der Erbfolge das eiserne Kreuz, wenn ein Träger des Regiments verstarb.

Als er 1825 mit seinem Erbanspruch an der Reihe war, erklärte im eine kgl. Kabinettes-Ordre vom 7.10.1825 für jetzt des eisernen Kreuzes nicht für würdig.Die Verweigerung bezog sich auf Jahns politische Tätigkeit und seine vorangegangene Haft. Ebenfalls ausgesetzt wurde die Verleihung am 27.7.1839- Preussen vergass und vergab nicht so schnell. Erst Friedrich Wilhelm IV ließ durch Kabinetts-Ordre vom 7.12.1840 die Bedenken fallen und das Eiserne Kreuz 27 Jahre nach der rühmlichen Handlung aushändigen.

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Zum Gedenken an die damaligen Ereignisse wurde an der Lütauer Bäk das Lützow-Jahn Denkmal errichtet.

Die Inschrift der Tafel lautet :


"Hier kämpfte am 4. und 5. September 1813 das Lützow'sche Freikorps
unter Major v. Lützow und Turnvater Jahn."



Ein weiterer Bericht über die Ereignisse hier:

Geschichte des Lützowschen Freikorps von 1813 und 14  
Schluesser, Adolf  
1826



Theodor Körner und Friedrich Ludwig Jahn
Darsteller bei der Jahrhundertfeier in Mölln 1913
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Bericht der Lübecker Nachrichten vom 10. September 2013
Gedenkmarsch der Lützower aus Mölln ,Reinbeck und der RK Mölln.
200 Jahre später am 8.9.2013
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